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01 Oktober 2013

FAO: 842 Millionen Menschen hungern

Ohne eine globalisierte Sozialpolitik wird sich am Elend nichts ändern, denn dann setzen die Menschen darauf, dass sich eines von vielen Kindern um einen kümmern werde.
Soziale Sicherheit ist neben der Frauengleichberechtigung der entscheidende Hebel, um das Elend vergrößernde Bevölkerungswachstum zu mindern und die Wirtschaft zu konsolidieren. Aber ausgerechnet und typischerweise "die Wirtschaft" stemmt sich in allen Staaten immerzu gegen die Sozialpolitik.

03 April 2013

Es braucht eine Weltsozialcharta und inländische Politik voraus

Es braucht weltweit verbindliche Mindeststandards für soziale Rechte, also Standards für Ernährung, Wohnen, Löhne, Arbeitssicherheit, Arbeitslosigkeit, Bildung, Hygiene, medizinische Versorgung, kulturelle Teilhabe und Alterssicherung.

Warten auf internationale Übereinkünfte ?

Nein, denn der erste Schritt für eine Weltsozialcharta wäre getan, wenn es deutschen Unternehmen und Touristen verboten wäre, Leistungen in und von Staaten anzunehmen, wenn innerhalb der Leistungsbeziehungen soziale Mindeststandards vernachlässigt werden.

Solch Verbot müsste strafbewehrt werden, um ein Verhalten zu kriminalisieren, welches sich am Elend anderer begünstigen lässt.

15 Januar 2013

Mindeststandards für die Afrikapolitik

Afrika braucht Almosen, weil es an Regeln zu fairem Handel fehlt, weil es keine Mindeststandards für die Gewinnverteilung aus der Rohstoffgewinnung gibt. Solange die internationalen Konzerne mit schwachen und oft korrupten Regierungen auskungeln dürfen, was sie zu welchen Konditionen aus den Ländern und vor deren Küsten plündern, kann sich Afrika NICHT ERHOLEN.

Mindeststandard könnte heißen, dass 30 Prozent der Endkundenpreise den Herkunftsländern zugute kommen müssen - und zwar mit Splitting-Regeln für Mindestlöhne, Regierungsarbeit, die Bildungs-, Gesundheits- und Sozialetats.

Würde dadurch der Preis für Rohstoffexporte zu hoch? Würden solche Mindeststandards gar die Entwicklung gehindert? Nein, denn es ist die unlimitierte Ausplünderung, die Afrika in Armut fesselt und die Politiker korrumpiert.

Würden solche Mindeststandards die Souveränität der afrikanischen Staaten schädigen? Nein, denn sie würden sehr wohl mehrheitlich solche Standards fordern und sind ohne solche Standards viel stärker dem Konkurrenzdruck korruptester Staaten ausgesetzt.

Würden solche Mindeststandards überhaupt durchzusetzen sein, wenn einzelne Staaten einfach nicht mitmachen? Nein, denn überhaupt kein Recht kam jemals erst dann zustande, wenn alle davon begeistert waren, sondern dann, wenn die Gewichtigsten es beschlossen und durchsetzten.

Wer weiterhin den Weg des Rechts und der Sozialstaatlichkeit vernachlässigt, der befördert den religiösen Extremismus zum Hoffnungsträger für die im Elend versinkenden Massen.

Jegliche "Militärhilfe" ohne umfassende Reform der Afrikapolitik ist zum Scheitern verurteilt und verbrecherisch, denn dient der Ausplünderung Afrikas, schürt Bürgerkriege und verursacht Flüchtlingselend.

20130115 markus s. rabanus

22 März 2011

Zahl der Menschen ohne Zugang zu Leitungswasser steigt dramatisch

UNRIC/344 UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Zahl der Menschen ohne Zugang zu Leitungswasser steigt dramatisch

Erklärung zum Weltwassertag, 22. März 2011

BONN, 21. März 2011 (UNO-Informationszentrum) – Die Welt will eine nachhaltigere Zukunft schaffen. Die Beziehungen zwischen Wasser, Nahrung und Energie gehört dabei zu unseren größten Herausforderungen. Ohne Wasser gibt es keine Würde und kein Entkommen vor der Armut. Trotzdem ist das Millenniumsziel für Wasser und sanitäre Einrichtungen dasjenige, bei dem viele Länder am weitesten zurückliegen.

Etwas mehr als eine Generation wird es dauern, bis 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Der Zuwachs wird vor allem in den Elendsvierteln der Städte in den Entwicklungsländern zu verzeichnen sein. Das Motto des diesjährigen Weltwassertags, „Wasser für Städte“ unterstreicht die große Herausforderung, die vor uns liegt.

Die Verstädterung bietet die Chance, die Wasserwirtschaft effizienter zu machen und den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu verbessern. Die Probleme zeigen sich besonders deutlich in den Städten und übersteigen im Moment unsere Fähigkeit, Lösungen zu entwickeln.

Im letzten Jahrzehnt ist die Zahl der Stadtbewohner, die zuhause oder in ihrer direkten Umgebung kein Leitungswasser haben, um 114 Millionen gestiegen. Die Zahl derjenigen, die nicht einmal grundlegende sanitäre Anlagen nutzen können, hat um 134 Millionen zugenommen. Dieser Zuwachs um 20 Prozent hat sehr schwere Folgen für die menschliche Gesundheit und die wirtschaftliche Produktivität: Die Menschen werden krank und können nicht arbeiten.

Die Herausforderungen gehen weit über den Zugang zu Wasser hinaus. In vielen Ländern werden Mädchen wegen fehlender sanitärer Anlagen der Schule verwiesen, Frauen beim Tragen von Wasser und dem Besuch öffentlicher Toiletten belästigt oder vergewaltigt. Zudem sind es die ärmsten und verwundbarsten Mitglieder der Gesellschaft, die Wasser kaufen müssen, das 20 bis 100 Prozent teurer ist, als das Wasser aus den Leitungen der Häuser ihrer reichen Nachbarn. Dies ist nicht nur nicht nachhaltig – es ist auch nicht akzeptabel.

Auf der anstehenden UNO-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung in Rio de Janeiro, im Jahr 2012 – „Rio +20“, werden die Probleme rund um das Thema Wasser eine zentrale Rolle spielen. Die von mir eingesetzte Arbeitsgruppe zum Thema globale Nachhaltigkeit und UN-Water arbeiten daran, die Themen Wasser, Energie und Nahrungssicherheit so zu verbinden, dass sie einen wichtigen Beitrag leisten können, damit Armut, Ungleichheit und die Risiken des Klimawandels reduziert werden und Arbeit geschaffen werden kann.

Am Weltwassertag rufe ich die Regierungen dazu auf, die städtische Wasserkrise als Krise der Regierungen, schwacher Politik und eines schlechtem Managements zu begreifen und nicht als Ursache die Wasserknappheit anzuführen. Wir müssen uns verpflichten, den alarmierenden Rückgang der Investitionen in Wasser und Abwassersysteme umzukehren. Lassen Sie uns unser Versprechen erneuern, die Notlage von mehr als 800 Millionen Menschen zu beenden, die noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, die ihnen ein Leben in Würde und mit guter Gesundheit ermöglichen würde.

14 August 2005

UNICEF erarbeitet für Namibia Hilfsprogramm 2006

Windhoek (Namibia), 14.08.2005 – Am Dienstag fand in der Namibischen Hauptstadt Windhoek ein Arbeitstreffen zwischen Vertretern des Kinderhilfswerks UNICEF und Vertretern der Regierung des Landes statt. Die UNICEF-Sprecherin Khin-Sandi Lwin stellte das Ergebnis der Zusammenkunft vor.

Motto der Veranstaltung im Windhoeker Country Club war: „Aus Fehlern lernen und gemeinsam neue Lösungsansätze finden.“ Gemeinsam arbeiteten die Teilnehmer das Programm der letzten drei Jahre noch einmal durch. Anschließend wurden die Vorhaben für die Jahre 2006 bis 2010 besprochen. Aus den Fehlern der letzten Jahre zogen die Teilnehmer Konsequenzen und beschlossen, künftig eine realistische und kostengerechte Planung von Projekten ins Auge zu fassen. Hauptaufgabe der UNICEF ist es, gemeinsam mit der Regierung die Gesundheitsversorgung der Familien, insbesondere der kleinen Kinder und Mütter zu verbessern.

Eine große Rolle in der Gesundheitsvorsorge Namibias gilt dem Kampf gegen Aids, Malaria und Unterernährung. Besonders benachteiligte Bevölkerungsteile sollen in erster Linie bedacht werden. UNICEF möchte durch sein Hilfsprogramm die Sterblichkeit unter Kindern und Müttern reduzieren helfen sowie diesen Schichten den Zugang zur Kinderbetreuung sicherstellen.

Auch wenn in den letzten drei Jahren nicht alles planmäßig lief, so konnten doch gemeinsam bemerkenswerte Erfolge erzielt werden. Der Staatssekretär der Planungskommission, Mocks Shivute, betonte aber auch die Notwendigkeit zur Selbstkritik. Er sagte: „Die Erkenntnisse dieser Analyse werden die Grundlage für das nächste Programm sein.“

Die Nationale Planungskommission (NPC) hatte während der Veranstaltung drei Gruppen gebildet. Aus den Bereichen Politik Öffentlichkeit waren Vertreter aus dem Ministerium für Gesundheit und Sozialfürsorge, für Geschlechtergleichheit und Kinderfürsorge, dem Ministerium für Information und Rundfunk sowie dem Bildungsministerium vertreten. Teilnehmer der hiesigen Polizei vertraten nichtstaatliche Organisationen.

Erst Ende diesen Jahres sollen die Ergebnisse des Arbeitstreffens von UNICEF und Regierung in der Öffentlichkeit des Landes Namibia vorgestellt werden.

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